Wider die SAP-Empfehlung - ohne Zwischenschritte von R/2 auf R/3 Enterprise (www.midrange.de)

Einen BigBang verkündet UNIORG bei seinem Kunden Atlas Copco Energas:

Innerhalb von 12 Monaten migrierte der IT-Dienstleister das SAP System des Kunden ohne Zwischenschritte von R/2 direkt auf das aktuelle R/3 Release Enterprise (Core 4.7). Nach fast zwei Jahrzenten musste der Kölner Hersteller...

von maßgeschneiderten Turbokompressoren für Prozessluft und -gase sowie Turboexpandern für Tieftemperatur-, Prozess- und Erdgasanwendungen musste nach fast zwei Jahrzehnten R/2-Einsatz in Sachen IT neue Wege gehen.
Das SAP R/2-System unterstützte die Erfordernisse des Projektfertigers von Großmaschinen nur eingeschränkt. Doch ein Unternehmen, dessen Hauptgeschäft aus Kundeneinzelanfertigungen besteht, ist darauf angewiesen, die individuellen Lösungen kostengünstig mit kurzen Liefer- und Entwicklungszeiten abzuwickeln.

Zu diesem Zweck wurden parallel zu R2 in der Vergangenheit nach und nach verschiedene Fremdapplikationen, unter anderem PAISY für die Personalverwaltung und INTEPS bzw. MS-Project für die Projektsteuerung implementiert. Diese sollten nun nach Vorgabe der schwedischen Muttergesellschaft konzernweit einer Standardlösung weichen. Und da auch die Wartung der SAP-Software ablief, musste die Migration von R/2 nach R/3 bis Ende 2004 abgeschlossen sein - die Projektlaufzeit war also auf 12 Monaten beschränkt.

ACE entschied sich im Rahmen einer Ausschreibung für die UNIORG Gruppe. "Für uns war das Konzept mit entscheidend, das entgegen der Empfehlung der SAP AG die direkte Migration auf das aktuelle R/3 Release vorsah und uns damit den Umweg über das Rel. 4.6c ersparte, was später nur zu unnötigem Aufwand geführt hätte", erinnert sich Dr. Uwe Menter, Projektleiter für die Vollmigration von R/2 nach R/3 bei Atlas Copco Energas.
"Außerdem hätten wir bei der Version 4.6c auf die Vollständigkeit des neu einzuführenden Modul PS (Projektsystem) ebenso verzichten müssen wie auf die R/3-Komponente PP (Produktionsplanung), die heute einen entscheidenden Mehrwert für unser Unternehmen darstellen", so Menter.

Zu den wesentlichen Aufgaben des Mammutprojektes zählten neben der technischen Datenmigration vor allem die Vereinfachung der Geschäftsprozesse und damit verbunden eine transparentere Auftragsabwicklung.

Da die Umstellung zu einem konkreten Zeitpunkt/Stichtag auf R/3 (Big-Bang Migration) erfolgen sollte, waren zahlreiche Anforderungen bei der Übernahme und Umsetzung aller Daten auf die neuen Geschäftsprozesse zu berücksichtigen. Dazu zählte vor allem die Umsetzung der Kontierung von Belegen der Kundenaufträge im R/2 auf die Projektkontierung im R/3 inklusive des Berichtaufbaus im Projektsystem. Denn schließlich mussten alle Aufträge, die ursprünglich im R/2 angelegt wurden nach dem Stichtag so abgebildet sein, als wären sie bereits im R/3 erstellt worden.

Die Aufbereitung und Zusammenführung der Daten von den Auftragseingängen bis zur Ersatzteilbestellung nach mehreren Jahren stellte neben der Datenübernahme aus noch offenen Fertigungsaufträgen die größte Herausforderung für die ACE-Mitarbeiter dar. Rund 35 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen waren in das Projekt involviert, manche mit drei Viertel ihrer Arbeitszeit.

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