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Clean Core im SAP: Die Zukunft Ihrer ERP-Strategie

Clean Core im SAP: Die Zukunft Ihrer ERP-Strategie

Ein SAP Clean Core bedeutet nicht weniger Individualität – sondern mehr Zukunftssicherheit.
Statt den ERP-Kern (S/4HANA) direkt zu modifizieren, werden Erweiterungen klar entkoppelt und über definierte, upgrade-stabile Schnittstellen realisiert.

SAP entwickelt dieses Prinzip konsequent weiter. Aus dem früheren 3-Tier-Modell ist inzwischen ein präziseres Reifegradmodell entstanden: das Clean Core Level Concept (A–D). Dieses neue Modell bewertet Erweiterungen nicht mehr nach ihrem technischen Ort, sondern nach ihrer Upgrade-Stabilität und Cloud-Fähigkeit.

Genau hier liegt der strategische Unterschied – und der Grund, warum Clean Core heute keine Option mehr ist, sondern Architektur-Grundlage für KI-gestützte ERP-Systeme.

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Was ist ein Clean Core und warum ist er für agile Unternehmen so wichtig?

Vergessen Sie das weit verbreitete Vorurteil, dass ein „sauberer Kern“ keine individuellen Anpassungen mehr erlaubt. Es geht nicht um den Verzicht auf Funktionen, sondern um die Art der Umsetzung. Wir verschieben die Logik weg vom starren Kern hin zu flexiblen Schnittstellen, damit Ihr ERP-System so beweglich bleibt wie Ihr Geschäftsmodell.

Welche sechs Dimensionen machen Ihren SAP-Kern wirklich sauber?

Um das Konzept in der Praxis umzusetzen, müssen wir über den reinen Programmcode hinausblicken. SAP definiert hierfür sechs zentrale Dimensionen, die wir aktiv managen müssen:

  • Prozesse 

Reduzieren Sie die Komplexität Ihrer Abläufe, da verschachtelte Prozesse Ihre Update-Zyklen massiv ausbremsen.

  • Erweiterungen

Entkoppeln Sie Ihre individuellen Funktionen konsequent vom SAP-Standard, damit Upgrades keine Fehler in Ihren Eigenentwicklungen verursachen.

  • Daten

Sorgen Sie für saubere, genaue und aktuelle Datensätze, um eine verlässliche Grundlage für Analysen und KI-Tools zu schaffen.

  • Integration

Nutzen Sie standardisierte APIs und Events, damit Ihre gesamte IT-Landschaft stabil und zugleich flexibel miteinander kommuniziert.

  • Software-Version

Halten Sie Ihr System immer auf dem neuesten Software-Stand, um von aktuellen Sicherheits-Features und Innovationen zu profitieren.

  • Operations

Gestalten Sie Ihren Betrieb und die Wartung so effizient wie möglich, um Ressourcen für neue Projekte freizusetzen.

Warum scheitern klassische SAP-Erweiterungen heute?

In einer Cloud-Welt, die konsequent auf Standardisierung setzt, werden starre Modifikationen zum unkalkulierbaren Risiko für Ihre gesamte IT-Strategie.

Was macht das „Hacken“ im System zum strategischen Risiko?

Wer den SAP-Kern direkt modifiziert, füttert ein „Customizing-Monster“, das wertvolle Ressourcen verschlingt und Eigenentwicklungen untrennbar mit dem Standardcode verwebt. Früher verbogen Entwickler das System oft so stark, dass es heute kaum noch atmet und jedes Upgrade zum riskanten Pokerspiel gerät, da manuelle Tests und aufwendige Nachbesserungen die Kosten unkontrollierbar in die Höhe treiben. In einer Zeit, in der SAP vierteljährlich neue Cloud-Innovationen veröffentlicht, bricht diese starre Architektur endgültig zusammen.

Ein großes Problem bleibt der schleichende „Update-Horror“: Führen neue Releases regelmäßig zu Fehlern, meiden viele IT-Abteilungen die notwendigen Versionen. Dies gefährdet die Sicherheit und häuft technische Schulden wie ungespültes Geschirr auf. Am Ende steht ein ERP-System, das so unbeweglich ist wie ein mittelalterlicher Ritter in seiner Rüstung. Solche starren Strukturen verhindern, dass Sie neue KI-Technologien oder automatisierte Cloud-Services schnell in Ihre Prozesse integrieren. Das bremst nicht nur die IT aus, sondern schwächt die Wettbewerbsfähigkeit Ihres gesamten Unternehmens massiv.

Wie funktioniert das neue „Clean Core Level Concept“?

SAP entwickelt seine Strategie stetig weiter und ersetzt das bisherige 3-Tier-Modell durch ein präziseres Reifegradmodell: das Clean Core Level Concept. Diese vier Stufen helfen Ihnen dabei, Ihre individuellen Anpassungen pragmatisch zu bewerten und technische Schulden systematisch abzubauen.

Früher gab es oft nur die harte Entscheidung zwischen „sauber“ und „unsauber“. Das neue Modell hingegen erkennt an, dass gewachsene Systemlandschaften Zeit für den Wandel brauchen. Es bietet Ihnen einen klaren Fahrplan, um Ihre Erweiterungen schrittweise in Richtung Cloud-Sicherheit zu führen.

Was ist neu?

Bisher orientierte sich SAP am klassischen 3-Tier-Modell (Trennung von Modifikation, Customizing und Entwicklung). Das neue Level-Konzept (Stufen A bis D) ersetzt diese starre Sichtweise. Es bewertet Erweiterungen nicht mehr danach, wo sie liegen, sondern nach ihrer Upgrade-Stabilität. Ein Level-A-Objekt ist „cloud-ready“, egal ob es in der BTP oder direkt in S/4HANA (als ABAP Cloud) liegt.

Von A bis D: Wie bewerten Sie die Qualität Ihrer SAP-Erweiterungen?

Anstatt den Kern starr zu blockieren, ordnen Sie jede Funktion nun einem der vier Levels zu. Ziel ist immer die höchstmögliche Stufe, um die Update-Fähigkeit Ihres Systems zu garantieren.

 

LevelStrategieWas bedeutet das für Ihre SAP-Architektur?
Level ACloud NativeSie nutzen SAP Build oder ABAP Cloud und greifen ausschließlich auf offiziell freigegebene Schnittstellen zu. Dies bietet Ihnen maximale Stabilität bei jedem Upgrade.
Level BClassic APIsSie verwenden bewährte „Classic APIs“. Diese sind zwar gut dokumentiert und meist stabil, besitzen aber keinen formalen Vertrag für künftige Versionen.
Level CInternal ObjectsSie greifen auf interne SAP-Objekte zu, die nicht offiziell unterstützt werden. Das erhöht das Risiko, dass Anpassungen nach einem System-Update nicht mehr funktionieren.
Level DNot RecommendedSie modifizieren den Standard-Code direkt oder schreiben Daten ohne Schnittstelle in Tabellen. Diese „rote Zone“ gefährdet die Sicherheit und blockiert Upgrades massiv.

 

Die Kernempfehlung lautet heute: Verfolgen Sie eine „BTP-first“-Strategie. Entwickeln Sie neue Funktionen idealerweise direkt auf Level A, um Ihr ERP-System fit für die Zukunft zu machen.

SAP Build: Der Enabler für Level A Erweiterungen

Um Level A (Cloud Native) konsequent zu erreichen, spielt SAP Build eine Schlüsselrolle. Die Low-Code/No-Code-Lösungen ermöglichen es Fachabteilungen und IT, Erweiterungen direkt auf der SAP BTP zu erstellen, ohne den Kern zu berühren.

  • SAP Build Apps: Erstellen von UI-Erweiterungen, die über APIs mit dem Kern kommunizieren.

  • SAP Build Process Automation: Auslagerung von Workflows und Automatisierungen aus dem ERP-Kern in die Cloud.

  • Joule-Integration: Der KI-Assistent Joule unterstützt Entwickler innerhalb von SAP Build (z. B. SAP Build Code) dabei, Code-Snippets und Logiken zu generieren, die automatisch den Clean-Core-Vorgaben entsprechen. Dies beschleunigt die Entwicklung von Level-A-Erweiterungen massiv und reduziert menschliche Fehler bei der API-Nutzung.

Governance: SAP Build hilft dabei, Wildwuchs zu verhindern, indem es einen standardisierten Rahmen für Side-by-Side-Erweiterungen biet

Welche Vorteile bietet Ihnen eine saubere Kern-Strategie

Ein Clean Core sichert Ihnen dauerhafte Agilität und senkt Ihre IT-Kosten. Wer seinen Kern sauber hält, spart bei jedem Upgrade bares Geld und bereitet den Weg für Innovationen wie Künstliche Intelligenz vor. Wir verwandeln Ihr ERP-System von einer starren Last in einen echten Wettbewerbsvorteil. Wenn Sie sich konsequent für einen sauberen Kern entscheiden, führen Sie Ihr Unternehmen technologisch wieder an. Sie verwalten dann nicht mehr nur mühsam Ihre Altlasten, sondern investieren direkt in die Zukunft Ihrer Geschäftsprozesse.

Warum sich der Weg zum sauberen Kern für Ihr Business auszahlt

Ein aufgeräumtes System beschleunigt Innovationen in Ihrer gesamten Organisation. Da Sie Ihre Erweiterungen sauber entkoppelt haben, nutzen Sie neue Technologien wie den KI-Copiloten SAP Joule wesentlich schneller. 

Dies bietet Ihnen handfeste strategische Vorteile:

  • Innovationsturbo zünden: Integrieren Sie neue Funktionen sofort, statt Monate lang veraltete Schnittstellen mühsam anzupassen.

  • Kosten spürbar senken: Führen Sie Upgrades ohne riesige Budgets für aufwendige Tests oder manuelle Korrekturen durch, da der SAP-Kern unverändert bleibt.

  • Flexibilität garantieren: Bleiben Sie so anpassungsfähig und reagieren Sie blitzschnell auf Marktveränderungen.

  • Migration beschleunigen: Nutzen Sie KI-Tools wie Joule, um hochwertigen Code zu generieren und Ihre Reise in die Cloud massiv abzukürzen.

Sicherheit erhöhen: Ein aufgeräumter Kern reduziert potenzielle Schwachstellen und schützt Ihre Daten besser vor Angriffen.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihren SAP Clean Core?

Ein sauberer Kern ist eine dauerhafte Strategie für Ihren Unternehmenserfolg. Er spart Ihnen wertvolle Zeit, senkt Ihre Kosten und nimmt jedem System-Upgrade den Schrecken. Wer heute unnötigen Ballast abwirft, schafft die nötige Freiheit für künftige Innovationen und sichert seine Wettbewerbsfähigkeit in einer digitalen Welt.

Clean Core bedeutet für Sie vor allem einen kulturellen Wandel. Es geht darum, neue Wege zu gehen und den Standard konsequent zu schützen, statt ihn zu verbiegen. So gewinnen Sie ein System, das Sie bei Ihrem Wachstum unterstützt, anstatt Sie durch veraltete Strukturen auszubremsen.

Stellen Sie sich vor, Sie spielen neue SAP-Releases so einfach ein wie ein App-Update auf Ihrem Smartphone. Genau dieses Ziel erreichen Sie mit einem sauberen Kern, der frei von gefährlichen Modifikationen bleibt. Da die letzten Übergangsfristen für viele Regulierungen im August 2027 auslaufen, sollten Sie jetzt handeln und Ihre IT-Landschaft zukunftssicher aufstellen . Ein aufgeräumter Kern ist die beste Versicherung gegen den „Update-Horror“ und die ideale Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Quellen & weiterführende Literatur

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