Heute Innovation - morgen Standard

Was muss ein Content Management System für zukünftige Zeiten mitbringen, um nicht als Fehlinvestition in die Unternehmensgeschichte einzugehen?

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht in erster Linie ein Werkzeug zur Aufgabenteilung, gehören aus technischer Sicht einige Eigenschaften zu einem Content Management System (CMS), die für den Erfolg oder Mißerfolg eines Projektes von maßgeblicher Bedeutung sind. Die Entwicklung bedarf daher einiger Vorüberlegungen, um nicht breits mit dem Konzept heute Türen zuzuschlagen, durch die man morgen vielleicht gehen möchte - oder muss.
Welche Basis sollte man wählen?
Ein CMS "auf der grünen Wiese" zu entwickeln, erscheint wenig sinnvoll: zu viele Funktionen rund um die Kernkompetenzen eines CMS sind redundant mit anderen Anwendungen. Verschiedene Plattformen bringen hervorragende Voraussetzungen und einige Basisfunktionen mit: im Fall des CMS "SYNTAGS ContentBase" wurde aus verschiedenen Gründen die Plattform Lotus Domino gewählt.
Um Freigabezyklen und andere Prozesse abzubilden, wird eine Workflow-Engine benötigt: automatisierte eMails, möglichst auf Basis eines vorhandenen Adreßbuchs, informieren Redakteure über Stati und Aufgaben. Zukünftige Entwicklungen wie IMAP etc. sollten dabei berücksichtigt werden.
Offenheit ist ein weiterer wichtiger Punkt: "harte" Unternehmensdaten werden seit Jahrzehnten elektronisch verwaltet, existierende Datenbanken und ERP-Systeme beanspruchen die älteren Rechte. Das CMS hat sich also den gegebenen Verhältnissen anzupassen - Schnittstellen sind gefragt. Neben Standards wie ODBC für Datenaustausch auf Datenbankebene sollten Tools verfügbar sein, die auf Applikationsebene agieren - niemand wird gutheißen, daß SAP-Daten direkt aus der Oracle-Datenbank gelesen und dabei sämtliche Sicherheitsmechanismen und Benutzerrechte SAPs umgangen werden.
Spätestens in größeren Umgebungen gewinnt die Benutzerverwaltung an Bedeutung: Standards wie LDAP oder zumindest eine vorhandene Rechtestruktur sollten durch das CMS unterstützt werden. Um die Verantwortlichkeiten eines Unternehmens abbilden zu können, reicht eine einfache Unterscheidung "hat Zugriff" / "hat keinen Zugriff" nicht aus: erst die Differenzierung von Lesern, Editoren etc. auf Datensatzebene macht ein CMS fit für große Organisationen.
Nicht zuletzt spielt die Betriebssystemfrage eine Rolle: im ersten Schritt und auf Abteilungsebene ist Windows NT sicherlich in großer Umfang von Bedeutung. Als Server einer gut besuchten Internet-Site steht dagegen SUN Solaris mit in der ersten Reihe, im Rechenzentrum vielleicht OS/2, im Mittelstand OS/400: eine plattformübergreifende Lösung ist wünschenswert.
All diese Punkte - komfortable Workflows, Schnittstellen, umfangreiches Sicherheitskonzept und ein breite Palette unterstützter Betriebssysteme - machen Lotus Domino zur ersten Wahl als Basisplattform eines zukunftssicheren CMS. Zahlreiche etablierte Anwendungen sorgen dafür, daß Domino ohnehin schon in vielen Unternehmen genutzt wird.
Flexibilität als Investitionsschutz
Neben einer geeigneten Plattform mit entsprechenden Basisfunktionen zählen die technischen Möglichkeiten zu den wichtigsten Faktoren, die über die Eignung eines CMS für ein Unternehmen entscheiden. Wie die Internetseiten oder das Intranet aussehen soll, darf nicht das CMS und oft nicht einmal das Projektteam entscheiden, sondern wird durch eine Agentur oder das Marketing "diktiert". Ein CMS, das bereits hier aufgrund der fehlenden Umsetzungsmöglichkeiten kapitulieren muß, bietet erst recht keinerlei Spielraum für die Zukunft.
Eine Umfrage der Website "contentmanager.de" zufolge sieht mit knapp 50% der Befragten die überwiegende Mehrheit die Realisierbarkeit des Projektes als wichtigsten Faktor bei der Auswahl eines CMS an, weitere 25% den langfristigen Einsatz.
Flexibilität bei der Gestaltung ist also das A und O eines CMS: ob vorhandene statische Seiten ohne sichtbare Veränderung übernommen werden sollen oder ein multimediales Feuerwerk im Vordergrund steht, eins bleibt gleich: die technischen Grenzen darf nicht das CMS setzen. Mit HTML kann heute fast jede Plattform umgehen, aber schon bei JavaScript, DHTML, CSS und JavaApplets trennt sich die Spreu vom Weizen, und spätestens bei Flash, Quicktime etc. oder sogar XML wird der Markt dünn.
Für die Entwicklung eines CMS bedeutet das, den Bereich der Standardfunktionen der Basisplattform gegebenenfalls zugunsten der Flexibilität verlassen zu müssen. Obwohl beispielsweise Lotus Domino das Web bereits seit einigen Versionen stark integriert hat, stoßen die Standardmechanismen Dominos zum Teil an ihre Grenzen. Dank der offenen Architektur und Java als plattformunabhängige performante Programmiersprache kann der Entwickler hier eigene Wege gehen und benötigte Funktionen manuell ergänzen oder einfach optimieren. Das Ergebnis ist erst dann zukunftssicher, wenn die kritischen Grenzen eines Projekts nicht mehr im Verantwortungsbereich des CMS und seiner Basis liegen.
Im Interesse einer langfristig sinnvollen Investition müssen heute schon Standards wie insbesondere XML berücksichtigt werden: Mit frei definierbaren "Taglets" - Code-Fragmenten, die zu "Screens" zusammengesetzt eine gültige Seite ergeben - stellt die SYNTAGS ContentBase beispielsweise ein flexibles Werkzeug bereit: Taglets können beliebigen Code enthalten, der vom CMS weder verändert wird noch "verstanden" werden muß. HTML1.0 oder DHTML, XML-Strukturen oder WAP-Design kann erstellt und dynamisch mit Inhalt gefüllt werden - je nach Zielanwendung. Die Basisidee ist das "Mischen" von Design und Inhalt: Entsprechende Platzhalter in den Taglets werden durch Feldinhalte ersetzt, ohne daß auf die Gestaltung in irgendeiner Weise Einfluß genommen wird.
Ein autarkes CMS - Content hinter Mauern ?
Unternehmen werden nicht rund um ein CMS konzipiert: Seit Jahren verwalten ERP-Systeme und Datenbanken Informationen, die jetzt im Web oder im Intranet verfügbar gemacht werden sollen. Inhalte redundant zu pflegen, erscheint aus diversen Gründen wenig sinnvoll; die Integration ohne Eingriff in deren Datenstrukturen muß her.
Der QueryManager der SYNTAGS ContentBase erlaubt die komfortable Verwaltung von Anfragen an Fremdsysteme: sei es SQL, existierende Notes-Datenbanken, ERP-Systeme (ab Ver. 1.2) wie SAP oder auch Webseiten.
Aus technischer Sicht gibt es verschiedene Wege einer Integration. Zum einen können Daten auf unterster Ebene "kopiert" werden: aus SQL-Datensätzen werden Informationen im CMS, die Daten liegen redundant vor. Diese Variante ist sinnvoll für zeitunkritische Informationen, die häufiger nachgefragt als aktualisiert werden und bei denen die Aktualität eine untergeordnete Rolle spielt, beispielsweise technische Daten von Produkten.
Geht es dagegen um zeitkritische Informationen wie Lagerbestände oder Meßwerte, ist die redundante Speicherung der Daten mit periodischen Aktualisierungen keine Lösung: eine Online-Integration muß her. Ein optionaler Puffer mit "Cache"-Funktion verhindert, daß hohe Last ungebremst auf die Datenquelle weitergeleitet wird.
Die dritte (und sicherlich unpraktischste) Alternative ist eine Integration auf HTML-Ebene: innerhalb eines Framesets werden unterschiedliche Systeme kombiniert. Zu den Nachteilen zählen die Festlegung auf Framesets und die dezentrale Pflege des Designs (in jedem System separat); oft ist dieser Weg aber aus Kostengründen interessant: eine Web-Engine liegt für viele Systeme vor, Schnittstellen zu CMS (oder deren Basis) dagegen nicht.
Der QueryManager der SYNTAGS ContentBase dient als zentraler Koordinator der ersten beiden Integrationsmethoden. Der Zugriff sowohl auf beliebige Domino-Datenbanken (mit externen Inhalten oder nativen Notes-Dokumenten) als auch auf externe Quellen wird über Parameter konfiguriert, um die Inhalte - mit Design versehen - darzustellen. Die Integration auf HTML-Ebene ist aufgrund der frei konfigurierbaren Taglets jederzeit möglich.
Die Grenzen von Lotus Domino sprengen
Wenn auch Lotus Domino als Grundlage einige wichtige Features mitbringt, so sind damit sicherlich auch Nachteile verbunden. Datenbanken mit mehr als 40.000 Dokumenten oder 4 GByte Volumen sind problematisch: auf den ersten Blick großzügige Grenzen. Um dennoch zu vermeiden, daß diese Grenze dem Gesamtsystem in Zukunft den Garaus macht, muß eine Alternative geschaffen werden: Wenn eine Datenbank nicht ausreicht, müssen weitere ergänzt werden. Dieser auf den ersten Blick triviale Schritt zieht einige Konsequenzen mit sich: die Volltextsuche muß plötzlich mehrere Datenbanken durchsuchen und die Ergebnisse trotzdem nach Relevanz und nicht etwa nach Datenbank sortieren, das vermeintlich zentrale Design liegt in einer von vielen Instanzen der Design-Datenbank etc. Ein sorgfältig durchdachtes Konzept ist notwendig, um alle möglichen Zustände zwischen den Instanzen abzudecken - ein Aufwand, der nachträglich kaum betrieben werden kann.
Wer liest was ?
Mit Lotus Domino kauft man sich einen weiteren Nachteil ein: die Referenzierung der Seiten auf Browserseite geschieht mit Hilfe einer 32stelligen hexadezimalen Zeichenkette (UniqueDocumentID), die keinerlei Aufschluß über den Inhalt gibt: während das Logfile eines Apache mit Einträgen wie "jobs.htm" und "job_prodman.htm" vermuten läßt, daß sich hier ein Internetnutzer die Stellenanzeigen und dann die des Produktmanagers im Detail betrachtet hat, hilft der Logeintrag des Domino-Servers "58DFE30A5FF2DE769 ..." nicht weiter. Die SYNTAGS ContentBase verwendet daher einen eigenen Mechanismus auf Anwendungsebene, der neben der Funktion des Loggings auch die Auswertung übernimmt und mit grafisch aufbereiteten Tabellen und Diagrammen Antworten auf die brennendsten Fragen wie "Wer?", "Welche Fehler?", "Wann?" etc. gibt und dabei sogar Angriffe auf das Sicherkeitskonzept von Domino protokolliert.
Fazit
Die Anforderungen an ein CMS aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind klar umrissen. Aber ob sich das technische Konzept eines CMS bewährt oder als Fehlversuch entpuppt, zeigt sich erst in der Zukunft, wenn der nächste Trend durch das Internet schwappt, wenn das Intranet von allen Mitarbeitern intensiv genutzt wird oder wenn nach einer Unternehmensfusion oder im Rahmen des "Supply Chain Managements" aus 200 Nutzern plötzlich 2.000 werden.

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