Neue Systeme braucht das Land

Content Managing ist nichts wirklich neues mehr: die meisten Unternehmen, die in ihrer Website echte Chancen sehen, befassen sich mit Konzepten, das oftmals praktizierte Verfahren mit klassischen Webagenturen abzulösen, um effizienter, zeitnäher und detaillierter Informationen veröffentlichen zu können.

Doch die Anforderungen an (Web) Content Management Systeme "CMS" haben sich verändert.

Die ersten Content Management Systeme waren solche, welche die HTML vermeintlich untrennbar vereinten Elemente "Inhalt" und "Layout" separat verwaltbar machten. Dieser große Nachteil führte in der Vergangenheit dazu, dass entweder ein Mitarbeiter des Marketings HTML lernen oder aber ein HTML-kundiger EDV-Mitarbeiter die notwendige inhaltliche Abstimmung übernehmen musste - oder eben die externe Agentur. Das Ziel war es, Schablonen für HTML-Seiten definieren zu können, die von Redakteuren auf Textverarbeitungsniveau weitgehend ohne Rücksicht auf HTML mit Inhalt gefüllt werden - das Redaktionssystem oder auch Autorensystem war geboren.
Bezüglich der Basistechnologie entwickelten sich schnell zwei Lager: manche Hersteller verließen sich ausschließlich auf Standards und hielten sich mit Java-Applikationen mit POP3/SMTP für Workflows, SQL für die Datenbasis und einem Browser als Frontend in Hinsicht auf die Plattform alle Türen offen. Als Nachteil kauften sie damit dem Umstand ein, dass sie zwingend nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zurückgreifen konnten: Funktionen, die sich im Webbrowser nicht abbilden lassen, standen dem Client ergo auch nicht zur Verfügung.
Die andere Seite favorisierte eine etablierte Plattform mit einer Reihe vorhandener Features, die "mitbenutzt" werden konnten, und tauschten sie gegen die Proprietät der Technologie. Beste Beispiele hierfür sind Groupware-basierende CMS wie beispielsweise SYNTAGS ContentBase auf Basis Lotus Domino: Workflow, Zugriffsrechte, Datenhaltung und das Management verteilter Daten wird komplett vom Basissystem übernommen, der entfernt vom Apache abstammende HTTP-Task des Domino Servers kümmert sich um das Hosting. Mit dem Notes Client steht eine zwar proprietäre, aber sehr komfortable und in vielen großen Unternehmen bereits flächendeckend verfügbare Oberfläche zur Verfügung, die auch Funktionen erlaubt, bei denen der Browser den kürzeren ziehen muß: beispielsweise ist das Editieren formatierter Texte (RichText) im Browser nur über Applets realisierbar, die kaum den vollständigen Funktionsumfang einer Textverarbeitung erreichen können und wieder Applet-spezifische Nachteile mit sich ziehen (Performance, Auflösungsspezifität etc.).

Wofür die Vorreiter bezüglich der Thematik Web Content Managing sich entschieden, hing oftmals von der installierten Basis ab: zufriedene Lotus-Kunden erkannten schnell die Vorteile der groupware-basierenden Systeme, andere wiederum schreckte gerade die notwendige Investition in diese Basistechnologie ab.

So oder so - zahlreiche Unternehmen arbeiten bereits heute zumindest in Teilbereichen ihrer Internet- und Intranetprojekte mit Content Management Systemen. Dabei kristallisiert sich eine Schwäche der meisten angebotenen Systeme heraus: Sie ignorieren den Prozess, der dem CMS vorangestellt ist. Inhalte werden in den wenigsten Fällen für das Web- sei es Internet oder gerade Intranet - erfunden, in der Regel entstehen insbesondere stark strukturierte Daten in anderen Systemen und liegen bereits digital vor.
Beispiel Intranet: kein Unternehmen würde heute soweit gehen, die interne Organisation mit Abteilungen, Positionen, Raumnummern und Durchwahlen ausschließlich im Redaktionssystem des Intranets zu verwalten. Diese Daten werden, entsprechende Zugriffsstrukturen vorausgesetzt, entweder in einem separaten Datenbanksystem (bspw. Access, Domino etc.) oder sogar in einem ERP-System verwaltet.

CMS der nächsten Generation
Trotzdem soll das Intranet eine stets aktuelle Telefonliste und einen tabellarischen Raumplan (nach Abteilung, Raumnummer und Name sortiert) enthalten. Bleibt dem Intranetredakteur also nichts übrig, als sich regelmäßig die Liste auszudrucken und sie im Intranet anzupassen beziehungsweise zu ergänzen.
Oder? An dieser Stelle sind Content Management Systeme der neuen Generation gefragt: sie beginnen gegenüber klassischen Autoren- oder Redaktionssystemen einen Schritt vorher und integrieren vorhandene Datensysteme, um den Medienbruch zwischen den Systemen zu eliminieren: erst so werden Inhalte wirklich verwaltet, und der Begriff Content Management wir mit Leben gefüllt.

Bisher war es vollkommen ausreichend, sich bei der Entwicklung eines Content Management Systems auf das Internet in seiner heutigen Form und damit in erster Linie HTML zu konzentrieren: Ziel der heutigen CMS-Projekte ist in der Regel die Pflege der Internet-, Intranet oder Extranetseiten. Die Anforderungen an die entsprechende Site in Hinsicht auf Browserkompatibilität und Fähigkeiten wird eins zu eins auf das Content Management System projiziert. Doch diese Betrachtungsweise ist ein bisschen kurzsichtig: Die Lebensdauer der HTML-Programmierung in der Form, wie sie heute von einer Agentur für ein akutes Projekt erarbeitet wird, hat eine Lebenserwartung von einigen Monaten. Spätestens dann ist aus Marketingsicht oder aus technischen Gründen ein Redesign erforderlich, dass sich auch in einem neuen Layout niederschlagen kann, aber nicht muss. Zumindest aber wird jedes zukünftige Redesign aktuelle Entwicklungen der Internetwelt zumindest in Teilen umsetzen: ist heute ein Browser der 4er Generation Standard und wird von den meisten professionellen Entwicklern vorausgesetzt - damit steht Cascading Style Sheets und Dynamic HTML zur Verfügung -, werden in sechs Monaten wiederum aktuelle Entwicklungen vom Trend zum Standard erhoben und integriert.
Für die Auswahl eines Content Management Systems bedeutet das aber, dass es zwar eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung darstellt, dass die Anforderungen aus heutiger Sicht abgebildet werden können. Natürlich soll das System das für teuer Geld von der Agentur erarbeitete Layout unverändert umsetzen können, und ist dabei noch so viel DHTML, CSS und JavaScript verwendet worden. Es soll aber auch beim nächsten und übernächsten Redesign noch in der Lage sein, flexibel auf Anforderungen seitens des Layouts und der Programmierung zu reagieren: auf Gedeih und Verderb von der Integration neuer Funktionen durch den Hersteller in das jeweils nächste Release abhängig zu sein, vorzugsweise auch noch bei der verwendeten Basistechnologie, kann in puncto Investitionssicherheit und Kostenkontrolle nicht zielführend sein.

Fassen wir zusammen: die zwei wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Site, unabhängig von der Zielgruppe (Internet/Intranet/Extranet), sind Attraktivität und Dynamik. Um diese Faktoren mit vertretbarem Aufwand adäquat zu berücksichtigen, führt kaum ein Weg an einem Content Management System vorbei.

Basistechnologie des CMS
Bei der Wahl eines geeigneten CMS muss an erster Stelle die Grundsatzentscheidung für die Basistechnologie getroffen werden: alternativ proprietär oder standardbasiert, als separate Applikation oder innerhalb einer vorhandenen Installation, rein browserorientiert oder auf Basis klassischer Client-Server-Technologie etc. Diese Entscheidung kann nur im Kontext der eigenen DV-Welt getroffen werden.
Für annähernd jede Basistechnologie bleiben eine Handvoll Anbieter über, deren Produkte nun anhand der eigenen Anforderungen und Vorstellungen evaluiert werden müssen. Oftmals unterscheiden sich diese Tools dann neben dem Funktionsumfang auch in der Philosophie: mal steht "keep it simple" im Vordergrund, und das System schafft optimale Rahmenbindungen für den schnellen Start, mal ist der Ansatz rein layoutorientiert und die HTML-Programmierung ist vollkommen frei programmierbar. Welches Tool sich hier durchsetzt, ist unter anderem auch vom Grad der Durchdringung im Unternehmen und die geplante organisatorische Umsetzung abhängig.
Ein pauschales "XY ist das beste CMS" lässt sich aufgrund dieser Bedingungen überhaupt nicht formulieren. Die Vielfalt der Angebote und die Dynamik des Marktes lässt es jedoch sinnvoll erscheinen, die Entscheidung für ein CMS systematisch und mit ein bisschen Zeit anzugehen.

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