Graf Zeppelin und die Groupware

Um mit Gas schwere Lasten durch die Lüfte zu transportieren ist die Zusammenarbeit vieler Menschen in verschiedenen Unternehmen erforderlich. Anders als unter dem Graf Zeppelin zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts stehen den Erbauern heute moderne Kommunikationstechniken zur Verfügung.

Seit dem Projektstart 1994 konzipiert und plant die CargoLifter AG in Frankfurt und Brand bei Berlin den kommerziellen Betrieb von Frachtluftschiffen. Das Experimentalluftschiff "Joey" fliegt bereits, am 25.11.2000 wurde das "Aerium", die Werfthalle in Brand, eingeweiht, und der CL 160 mit bis zu 160 Tonnen Nutzlast wird 2003 seinen Erstflug antreten. Aufgrund der besonderen Konstellation der CargoLifter AG als Gemeinschaftsprojekt von Industrie, Transport und Technik und der Verteilung auf verschiedene Standorte ist Kommunikation von herausragender Bedeutung. Die CargoLifter Communications GmbH in Frankfurt ist dabei unter anderem für das Intranet verantwortlich.

Bereits sehr früh wurde klar, dass sich die Anforderungen an das Intranet nur mit einem Web Content Management System erfüllen lassen würden. Mit IBM als Partner und einer etablierten Lotus Domino-Umgebung als Groupware-Plattform lag die Entscheidung für ein Domino-basiertes System nahe. Bei der folgenden Produktauswahl galt es neben der uneingeschränkten Unterstützung dieser Plattform verschiedene weitere Faktoren zu berücksichtigen:

verteilte Pflege
Die Basisidee des CargoLifter-Intranets setzt Mitarbeit und Arbeitsteilung voraus: annähernd jeder Mitarbeiter kann Informationen aus seinem Fachgebiet im Intranet anderen Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Dieser Vorgang muss daher effizient, kontrollierbar und einfach sein, und die Autoren dürfen nicht mit HTML konfrontiert werden.
Layout
Für die Akzeptanz eines Intranets ist die einfache Bedienbarkeit ein unausweichliches Kriterium; das CargoLifter-Intranet setzt zu diesem Zweck auf eine komplexe dynamische Navigationsstruktur auf Basis von Dynamic HTML. Das Layout des Intranet soll sich auch zukünftig am technisch Möglichen in Bezug auf HTML orientieren können, ohne bei der Weiterentwicklung Rücksicht auf das Web Content Management System nehmen zu müssen.
Integration
Nicht alle Informationen werden für das Intranet erfunden; um eine redundante Pflege vorhandener Daten zu vermeiden, müssen existierende Datenbanken nahtlos in das Intranet integriert werden und sich den zentralen Layoutregeln des Web Content Management Systems unterwerfen.
Außerdem sollen Informationen von fremden Webseiten integriert werden und dynamische Inhalte beisteuern, ohne dass redaktionelle Arbeit seitens CargoLifter erforderlich ist. Das System muss die nahtlose Einbindung dieser Quellen ermöglichen.
Aus dem Ziel der Zukunftssicherheit abgeleitet besteht die Anforderung, Daten des Content Management Systems als XML-Struktur bereitzustellen, um die Integration in externe Systeme zu erleichtern. Dieser Faktor wird jedoch in der ersten Realisierung des Intranets noch keine Rolle spielen.
Performance
Nicht zuletzt spielt auch die Performance eine zentrale Rolle: gerade das Intranet erfordert eine mindestens zufriedenstellende Reaktionszeit des Servers. Zum einen ist subjektive Geschwindigkeit ein elementarer Faktor für die Akzeptanz, und zum anderen addieren sich Wartezeiten der Mitarbeiter auf Informationen aus dem Intranet bei hohen Zugriffszahlen schnell zu einer messbaren Kostengröße.
Standardprodukt
Letztendlich soll die gewählte Lösung soweit wie möglich ein Standardprodukt sein: Anpassungen an die konkreten Rahmenbedingungen bei CargoLifter sollten durch Konfiguration, nicht durch Anpassungsprogrammierung erfolgen, um die Releasefähigkeit zu wahren, und die Unterstützung neuer Versionen von Lotus Domino und neuer Technologien muss durch neue Releases und Wartungsverträge gewährleistet sein.
Die Software
Nach mehreren Herstellerpräsentationen und Teststellungen einer engeren Auswahl fiel die Wahl letztendlich auf die SYNTAGS ContentBase der SYNTAGS GmbH aus Dortmund.

Dieses Produkt nutzt nicht die nativen Domino-Features, um das Layout zu definieren - beispielsweise Masken und Ansichten -, sondern setzt auf natives HMTL mit eigenen Patzhaltern. Dieser Ansatz gewährleistet eine unveränderte Umsetzbarkeit der Layoutanforderungen und erleichtert den Webdesignern von CargoLifter, die in Bezug auf Domino-Applikationsentwicklung nur über Grundkenntnisse verfügen, die Arbeit ganz erheblich, da die etablierten Werkzeuge weiterhin verwendet werden und die existierenden Ansätze übernommen werden können. Darüber hinaus eröffnen sich damit Gestaltungsmöglichkeiten jenseits der Grenzen Lotus Dominos.
Unter Ausnutzung dieser Freiheit verwendet das Intranet eine dynamische Navigation auf Basis von Dynamic HTML: in drei Ebenen können beliebige Strukturen abgebildet werden. Zum heutigen Zeitpunkt stehen allen Anwendern alle Menüpunkte zur Verfügung, wobei einzelne Links bereits personalisiert sind: so hat jeder Anwender über den Link "meine eMails", Zugang zu seiner persönlichen Mail-Datenbank. Zukünftig soll zusätzlich über geschlossene Benutzergruppen die Menüstruktur individualisiert werden, so dass jeder Anwender eine "persönliche" Navigationsstruktur erhält - gegebenenfalls ohne zu ahnen, dass anderen Anwendern weitere Funktionen zur Verfügung stehen.

Datenintegration
In Bezug auf die Integration von vorhandenen Daten bringt die SYNTAGS ContentBase als einziges betrachtetes Produkt mit dem QueryManager ein Modul mit, dass den Aufwand der Anbindung von externen Quellen maßgeblich reduziert. Die vorhandenen Domino-Datenbanken konnten integriert werden, ohne das Design der Datenbanken zu verändern und damit Schwierigkeiten beim Releasewechsel seitens Domino heraufzubeschwören.
Zwar ist die Integration mit zusätzlichen Lizenzkosten in Form eines Moduls verbunden, diese unterschreiten die von anderen Herstellern anvisierten Kosten für eine manuelle Anbindung maßgeblich. Zudem wird die Integration auch zukünftige Releases des Systems unterstützen.
Die Integration umfasst beispielsweise das Adressbuch, das den Anwendern unter anderem Informationen über interne Durchwahlen und eMail-Adressen liefert, oder die existierende Datenbank zur Verwaltung von Urlaubsanträgen. Die dort vorhandene Webmaske wurde in einem ersten Schritt per Link eingebunden und erst in der weiteren Entwicklung durch eine layout-konforme Definition innerhalb der SYNTAGS ContentBase ersetzt.

Zusätzlich werden mit Hilfe der WebQueries als Bestandteil des QueryManagers Daten von anderen dynamischen Webseiten in das Intranet integriert. Dazu zählen tagesaktuelle Nachrichten und Wetterprognosen, aber auch beispielsweise Freizeitangebote in Frankfurt. So pflegen sich Teile des Intranets durch integrierte Inhalte quasi "wie von selbst", ohne dass zusätzlicher Pflegeaufwand für die CargoLifter-Mitarbeiter entsteht.

Die Performance
In Sachen Performance stellte sich die Testinstallation auf Basis eines frühen Releases der SYNTAGS ContentBase als etwas unbefriedigend dar: durch die hohe Dynamik der Navigation ließen die Antwortzeiten zu wünschen übrig und gefährdeten die Akzeptanz des gesamten Intranets. Ein Upgrade auf das aktuelle Release zum Zeitpunkt der Lizenzierung schaffte Abhilfe; der darin integrierte Hybridmodus birgt zudem eine zusätzliche Reserve, die jedoch zur Zeit noch nicht zum Einsatz kommt.

Auf Basis der stark strukturierbaren Dokumenttypen der SYNTAGS ContentBase wurden sukzessive unterschiedlichste Informationstypen generiert, die durch Autoren innerhalb der gesamten CargoLifter-Organisation verwendet werden. So erhalten beispielsweise alle Business Units die Chance, Informationen und auch fertige Präsentationsfolien über ihre Geschäftsbereiche hinaus zu präsentieren und damit auch die unternehmensinterne Kommunikation über den Austausch von reinen Daten hinausgehend zu fördern.
Auf Basis der konfigurierbaren Rechtestrukturen ist jedem Dokumenttyp eine individuelle Autorengruppe zugeordnet worden, so dass die inhaltliche Qualität der Informationen bereits durch die Auswahl der möglichen Autoren begünstigt wird.

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