Webifying Notes

Dass die Web-Fähigkeiten von Lotus Domino nicht immer ausreichen, um die eigenen Anforderungen in Hinsicht auf Performance und Design abzubilden, ist hinlänglich bekannt.

Zudem verlangt der Ruf nach einem Intranet als zentrale Informationsplattform nach einer einfachen, kostengünstigen Integration der vorhandenen Domino-Datenbanken in die Web-Welt. Neue Ansätze aktueller Content Management Systeme schaffen Abhilfe.
Zugegeben - die Web-Fähigkeiten von Lotus Domino sind vielfältig und für zahlreiche Aufgaben einsetzbar. So liest man in der Produktbeschreibung Dominos, dass die Basiselemente einer Domino-Applikation - Masken und Ansichten - selbstverständlich webfähig sind und im Web genauso aussehen wie im Notes Client - zumindest fast. In der Praxis werden Sie kaum eine kommerzielle, webfähige Domino-Applikation vorfinden, die wirklich ein und dieselbe Maske in beiden Medien nutzt.
Warum ist das so? Wenn Sie einen Domino-Entwickler fragen, wird er Ihnen eine Reihe von Punkten aufzählen, die dagegen sprechen, darunter allein schon die unterschiedlichen Formen von clientseitiger Intelligenz, z. B. Eingabevalidierung, Eingabeübersetzung, Feldtypen etc.
Also ist die Webfähigkeit eine Marketinglüge? Das trifft es auch nicht ganz: eine Domino-Applikation ist, wenn sie entsprechend konfiguriert ist, automatisch auch im Web bedienbar. Das heißt aber nicht, dass sie auch den Regeln und Normen für ergonomisches Arbeiten oder gar des Corporate Designs entspricht. Klar - sie kann ja nur die Schnittmenge der Features des Notes Clients und des Webs nutzen, solange nicht Teile von ihr explizit für das Web entwickelt worden sind.
Ansichten kosten Geld
Wenn Sie also Ihren Domino-Dienstleister fragen, wie Sie eine Ihrer Applikationen im Intranet verfügbar machen, wird er sagen: "Das kommt drauf an." - so fängt er immer an, wenn es teuer wird. Und in der dann folgenden Aufwandsschätzung bestimmen in erster Linie die Anzahl der bestehenden Ansichten und Masken sowie der Grad der integrierten Intelligenz den Preis für die Webbefähigung.

Das mag ein gangbarer Weg sein, solange Sie zwei, drei oder auch fünf Datenbanken ins Web integrieren wollen. Doch oft enthält eine bewährte Domino-Umgebung einige hundert Datenbanken, insbesondere dann, wenn Ihr Unternehmen selbst über Domino-Entwickler verfügt und diese in ihrer frühen Sturm-und-Drang-Phase mit teils gefährlichem Halbwissen für jede auftretende Anforderung eine neue Datenbank geschaffen haben. Sie werden sich wundern, wie viele dieser Datenbanken heute noch mindestens als Nachschlagewerk aktiv genutzt werden.

Also muss ein allgemeingültiger Mechanismus her, existierende Daten in Richtung Web zu transportieren, ohne jede einzelne Datenbank in vollem Umfang webfähig zu machen. Oftmals genügt ja der rein lesende Zugriff auf die Datenbank, und meist dreht sich das Problem auch nur um zwei oder drei Dokumenttypen - schließlich muss nicht jedes Konfigurationsdokument gleich mit im Intranet erscheinen.

Von der Datenbank ins Web
Alle großen Web Content Management Lösungen für Lotus Domino haben die Notwendigkeit, auf vorhandene Daten zurückzugreifen, vor langer Zeit erkannt und mit Mechanismen wie virtuellen Dokumenten oder Fremddatenqueries die Möglichkeit geschaffen, Informationen aus existierenden Datenbanken zu integrieren. Zum Teil geht dieser Ansatz sogar soweit, dass ausschließlich Inhalte, nicht aber das Layout übernommen wird, und die Daten so im Content Management System einen neuen "Anzug" erhalten - entsprechend den Layoutvorschriften und passend zum Rest der Site.

Der Schritt zum Web ist vollzogen, und alle sind glücklich - fast alle. Wenige Tage nach der Einführung werden die ersten Stimmen laut und fordern eine Integration in die Volltextsuche - Informationen, die ich sehen kann, will ich schließlich auch suchen können. Und Integration heißt dabei selbstverständlich nahtlose Integration, also muss die Volltextsuche auch weiterhin alle Ergebnisse nach Relevanz sortiert ausgeben, unabhängig davon, in welcher Datenbank das gefundene Dokument nun zufällig steckt. Und kaum ist die Volltextsuche realisiert, wünscht sich der nächste Anwender eine sprechende URL, die er auch mal als Bookmark per eMail verschicken kann: die Liste der Features, die zu einer perfekten Webfähigkeit gehören, ist lang.

Integration versus Performance
Doch wie man es auch dreht und wendet: Web Content Management Systeme unterscheiden bis zu einem gewissen Grad immer noch zwischen eigenen und fremden Inhalten. Das schlägt sich beispielsweise auch beim Thema Performance nieder: alle performance-steigernden Maßnahmen, mögen sie nun Cache oder Export heißen, beziehen sich auf die "eigenen", WCMS-internen Inhalte.

Die Integration der Fremddaten war zwar möglich, aber mit einem Echtzeitzugriff auf mindestens zwei Datenbanken und damit Performanceverlust verbunden. So wird Ihnen jeder Hersteller eines Web Content Management Systems empfehlen, einen Großteil der Informationen innerhalb des WCMS zu verwalten und Fremddaten nur im Ausnahmefall einzubinden. Ist ja auch verständlich: Funktionen wie Freigabeprozesse, Performanceoptimierungen etc. lassen sich viel einfacher, effizienter und auch zuverlässiger implementieren, wenn man auf eine eigene, selbstgeschaffene Struktur zurückgreifen kann, als wenn man diese generisch für eine beliebige fremde Datenbank konzipieren muss.

Prinzipiell spricht auch nichts dagegen, die Daten im WCMS zu halten - solange die Übernahme vorhandener Datenbestände automatisierbar ist: die Überführung von einer beliebigen Struktur, die der Domino-Entwickler entsprechend der Anforderungen definiert hat, hin zu einer weitgehend statischen Struktur, die das WCMS vorgibt.

Das Dortmunder Softwarehaus SYNTAGS geht mit dem WCMS SYNTAGS ContentBase erstmalig den Weg, genau diese Integration zu automatisieren. Das ehrgeizige Ziel dabei ist es, eine Fremddatenbank und eine interne Inhaltsdatenbank des WCMS zu synchronisieren. Nach definierten Regeln werden periodisch oder Event-gesteuert Dokumente der Fremddatenbank in korrespondierende Dokumente der Inhaltsdatenbank überführt.

Das Problem liegt im Detail
Dieser auf den ersten Blick triviale Schritt birgt einige Tücken im Detail. Zum einen müssen gelöschte Dokumente auch in der Inhaltsdatenbank deaktiviert werden, schließlich soll die Synchronisierung auch die Anbindung "lebender" Datenbanken, also solcher, deren Daten durch die tägliche Arbeit Änderungen unterliegen, berücksichtigen. Zudem stellen die integrierten Daten vielleicht nur eine Untermenge der gewünschten Informationen dar, und es müssen auf Basis der vorhandenen Fremddaten zusätzliche Felder berechnet werden. Andererseits soll vielleicht auch nur ein Teil der enthaltenen Felder synchronisiert werden, beispielsweise aus Datenschutzgründen oder weil Systemfelder nicht benötigt werden.

Damit ist es möglich, eine vorhandene Domino-Datenbank, deren Struktur bekannt ist, mit einer Inhaltsdatenbank zu synchronisieren und damit Funktionen des Web Content Management Systems wie Freigabeprozesse, Volltextsuche und sprechende URL-Vergabe zu nutzen. Auch in Hinsicht auf Performance lassen sich die integrierten Mechanismen wie Caching (mit Benutzerrechten) oder Export statischer HTML-Seiten nutzen.

Einsatzbereiche für die ContentBase
Mögliche Einsatzbereiche gibt es zuhauf. So haben viele Unternehmen bereits frühzeitig auf die Web-Fähigkeiten Dominos gesetzt und Redaktionssysteme entwickeln lassen, die heute lange nicht mehr alle Anforderungen in Hinsicht auf Layout und Komfort abdecken, aber etablierte Systeme in Hinsicht auf die Anwender darstellen. Synchronisieren Sie diese proprietären Datenbanken, um eine sanfte Migration auf ein neues Web Content Management System zu ermöglichen, ohne einen harten Schnitt mit Datenübernahme vornehmen zu müssen, oder einfach nur, um Features wie Export und sprechende URLs ohne neuen Schulungsaufwand zu nutzen.

Oder integrieren Sie etablierte Domino-Anwendungen wie Reisekostenabrechnung, CRM-Lösung oder Urlaubsdatenbank in Ihr Extranet und erlauben Sie Ihren Mitarbeitern beim Kunden oder im Homeoffice den Zugang zum Reporting - unter Wahrung aller Benutzerrechte, die die ursprüngliche Applikation enthält.
So lassen sich zahlreiche Szenarien finden, in denen der Parallelbetrieb von Domino-Applikationen und einem Web Content Management System und die regelbasierte, automatisierte Übernahme von Daten durchaus Sinn macht.

Auch ungewöhnliche Konstellationen, die auf den ersten Blick vielleicht ungeeignet erscheinen, lassen sich damit abbilden: Stellen Sie sich vor, Sie verwalten Ihre Artikel innerhalb eines ERP-Systems wie beispielsweise SAP. Über geeignete Standardschnittstellen wie DECS oder LEI definieren Sie eine Domino-Datenbank, die eine 1:1-Kopie des Artikelstamms enthält.
Nun synchronisieren Sie diese Datenbank mit dem Web Content Management System, und zwar selektiv: Informationen wie Artikelnummer, Warengruppe, Bezeichnung und Verkaufspreis werden übernommen, der Lagerbestand und der Einkaufspreis hingegen nicht. Zudem werden bei der Synchronisierung weitere Felder berechnet, beispielsweise der Verkaufspreis in EURO.
Im Layout ergänzen Sie einen Warenkorb auf Basis von JavaScript sowie ein Formular für eingehende Bestellungen, und das ganze lassen Sie durch das Web Content Management System auf einen Apache-Server bei 1&1 Puretec exportieren - Ihr ganz persönlicher Shop mit Artikeln aus dem SAP-System.

Die Integrationsmöglichkeiten zeitgemäßer Web Content Management Systeme, sei es zur Onlineanbindung wie ein Fremddatenquery oder offline via Synchronisierung, können und sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bereitstellung der vollen Funktionalität einer Applikation im Webbrowser meist mit einiger Handarbeit und damit Aufwand verbunden ist. Dennoch lassen sich oftmals mit den Bordmitteln des Web Content Management Systems gute "20:80"-Lösungen entwickeln, die mit gerade mal 20% des Gesamtaufwands 80% der Anforderungen der Anwender lösen. Insbesondere die Kombination mit performance-steigernden Mechanismen wie dem Export erlauben ungewöhnliche, aber pragmatische Lösungen.

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