Autorensysteme für Übermorgen

Autorensysteme für Web-Seiten sind heute innovativ und morgen vielleicht state-of-the-art - aber was müssen sie für das Übermorgen mitbringen, um nicht als Fehlinvestition in die Unternehmensgeschichte einzugehen?

Das qualifikationsorientierte Aufgabenteilung die Effizienz erhöht, hat sich herumgesprochen: ob Handwerker auf der Baustelle oder Software-Entwickler im Projekt die Arbeit auf mehreren Schultern verteilen, die Idee ist immer dieselbe.
Annähernd alle Unternehmen sehen sich heute einer Aufgabe gegenüber, bei der dieses Prinzip derzeit noch selten verwendet wird: Sie wollen im Internet präsent sein. Ob die Erstellung und Pflege der DV-Abteilung, Marketing oder einer Agentur "aufgebürdet" wurde, läßt sich meist auf einen Blick an der technischen und inhaltlichen Qualität erkennen.
Qualität der Informationen
Moderne Autorensysteme helfen, diesen Mißstand zu beseitigen: Designer pflegen Design, Administratoren Server und Rechtestrukturen, Sachbearbeiter Inhalte. Neben der höheren Effizienz, einer notwendige Voraussetzung zur erfolgreichen Nutzung des Internets, zeigt die Aufgabenteilung bei der Webseitenpflege weitere angenehme Begleiterscheinungen: Durch die Trennung von Design und Inhalt steigen sowohl die technische als auch die inhaltliche Qualität der Informationen.
Auf Basis von Schablonen werden Informationen erstellt, ohne daß neuer HTML-Code entwickelt werden muß: ein einmal stabiles System um neue Seiten zu ergänzen oder zu aktualisieren, birgt aus technischer Sicht nicht einmal die Gefahr von Flüchtigkeitsfehlern.
Auf inhaltlicher Ebene steigen Detaillierung, Zielgruppenorientierung und Qualität proportional mit dem Wissensstand des Autoren: wer beschreibt eine zu besetzende Stelle besser als die Personalabteilung, und wer dokumentiert einen Produktfehler und dessen Behebung präziser als der Entwicklungsleiter? Die Zeit, in der man im Internet mit aus der Imagebroschüre abgetippten Texten Neukunden gewinnen konnte, ist ohnehin endgültig vorbei.
Wohin geht die Reise?
Aber es stellt sich die Frage, wohin die Reise geht. Über die Zukunft des Internets konkrete Aussagen zu treffen, hat stellenweise die gleiche Seriösität wie eine Kristallkugel. Ob ein Trend wie beispielsweise WAP (Wireless Application Protocol: "Webseitchen" per Mobiltelefon) ein Flop wird oder die private oder geschäftliche Kommunikation nachhaltig beeinflussen wird, darüber gehen die Expertenmeinungen weit auseinander.
eMail ist heute schon als Medium auch für die B2B-Kommunikation etabliert, insbesondere wegen des fehlenden Medienbruchs und der Zeitnähe. Diese beiden Faktoren machen aber nicht nur in der (maschinengestützten) Mensch-Mensch-Kommunikation Sinn. HTML vereinigt diese Faktoren in der Mensch-Maschine-Kommunikation, ist aber nur bedingt geeignet, Daten zwischen Maschinen auszutauschen. Hier scheint XML die angebrachtere Alternative zu sein: ein Hauch EDIFACT weht durch die Systeme.

Daher muß sich heute und morgen auch ein Autorensystem die Frage nach dem Übermorgen gefallen lassen. Bei Projektkosten leicht im sechsstelligen Bereich ist Zukunftssicherheit ein entscheidender Faktor, und bei der schnellebigen und zum Teil ungewissen Zukunft des Internets heißt Zukunftssicherheit Flexibilität.
Ein Umstand wird sowohl von Anwendern als auch Herstellern oft unterschätzt: ein autarkes Autorensystem verlagert nur den Medienbruch in das eigene LAN. Ob nun existierende Inhalte ausgedruckt und an die Agentur gefaxt oder ausgedruckt und in das Autorensystem eingetippt werden, ist in Bezug auf Effizienz und Zeitnähe weitgehend egal - wenn auch die zweite Alternative zumindest billiger ist.

Geeignete Integration
Solange der Hochglanzauftritt mit Marketing-Texten ausreicht, besteht hier kein Handlungsbedarf. Was aber, wenn harte Fakten aus dynamischen Systemen publiziert werden sollen? Ein Unternehmen wird schließlich nicht rund um ein Autorensystem konzipiert. Die ERP-Anwendung und diverse andere Systeme beanspruchen (zu Recht) die älteren Rechte, ein Autorensystem wird in den seltensten Fällen das Primärsystem sein, sondern hat sich gegebenen (Daten-)Strukturen anzupassen. Also ist die Forderung nach einer geeigneten Integration von Daten aus SAP, Oracle, J.D.Edwards, Navision und wie sie alle heißen mehr als gerechtfertigt.
Was ist in diesem Zusammenhang eine "geeignete Integration"? Zum einen sicherlich in Hinsicht auf den Aufwand seitens der Datenquellen: wenn sich Ihr SAP-Dienstleister beim Kick-off-Meeting die Hände reibt, ist das sicherlich als "nicht geeignet" einzustufen. Im Interesse der gern angeführten "Total costs of ownership" heißt geeignet dabei auch, daß nicht jeder Releasewechsel - sei es auf Seite der Datenquelle, des Autorensystems oder des Basissystems - ein neues Projekt notwendig machen darf: flexible Schnittstellen sind gefragt.
Geeignet heißt aber auch, daß die Integration nicht mehr Probleme hervorrufen als lösen darf: sowohl die Performance der beteiligten Systeme, die Datensicherheit der Informationen vor unberechtigten Zugriffen und Veränderung/Zerstörung als auch die netztopologischen Voraussetzungen müssen abgestimmt sein. Denn wenn für die Darstellung des Artikelstamms aus SAP ein SAP-System beim Internet Service Provider erforderlich ist, sieht das bestenfalls nach der zweitbesten Lösung aus.
ERP fürs Intranet
Zu Recht mag man dem jetzt entgegenstellen, daß Daten des ERP-Systems im Internet sowieso nichts verloren haben, allein schon des Wettbewerbs wegen. Überträgt man das Ganze in das Intranet, sieht die Welt aber etwas anders aus. Wenn auch der Browser in den wenigsten Fällen den vollwertigen Client eines Systems - sei es das Mailsystem, das ERP-System, das Textsystem etc. - ersetzen kann, so birgt er dennoch eine Reihe von Vorteilen: zum einen ist er für annähernd jede Plattform verfügbar, zum anderen kostenlos, und zum dritten trotz mittlerweile großzügigen Systemanforderungen immer noch genügsamer als manch ERP-Client.
Ein Intranet ist also durchaus geeignet, alle Mitarbeiter kostengünstig mit Informationen zu versorgen, die für ihre Arbeit von Bedeutung sein können, ohne gleich gewaltige Investitionen für Hard- und Software einzuplanen.
Und wenn man sich bei der Kopplung von Netzwerken - nach Unternehmensfusionen, bei Kunde-Lieferanten-Beziehungen oder warum auch immer - von oben durch das Schichtenmodell hangelt und "TCP/IP" das erste Wort ist, das beide Seiten verstehen, gibt es wenig Alternativen.

Internet und Intranet zu trennen, ist manchmal wenig sinnvoll. Viele Unternehmen sind die besten Kunden ihrer eigenen Homepage. Warum? Weil viele Informationen dort am elegantesten abgerufen werden können.

Skalierbarkeit
Aber um die Elemente Internet, Extranet, und Intranet zu kombinieren - die jeweils meist eine Untermenge der Informationen der nächsten Ebene enthalten -, ist ein weitere Eigenschaft zwingend notwendig: Skalierbarkeit. Das Messer im Rücken eines guten Intranet-Konzepts ist ein Autorensystem, das den Erfolg nicht mitträgt und aufgrund mangelnder Skalierbarkeit und/oder dezentraler Datenhaltung künstliche Grenzen setzt.

Diese Argumentation war die Grundlage der Weiterentwicklung einer guten Produktidee: die Vorteile eines Autorensystems sind unumstritten, die anwenderseitigen Anforderungen wie Freigabezyklen, mehrdimensionale Rechtestrukturen, Workflows, Volltextsuche und Formulare kombiniert mit flexibler Gestaltung der Darstellung klar umrissen.
Doch erst Offenheit, Skalierbarkeit und Flexibilität machen ein Autorensystem zu einer zukunftssicheren Investition, deren Kosten und Nutzen sich auch für die Zukunft abschätzen lassen.

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