6 Freunde müsst Ihr sein!

In unserer Reihe "Insight" stellen wir IT-Firmen vor, die mit innovativen Ideen und kundenorientierter Denkweise die Groupware-Zukunft mitgestalten.
Diesmal: SYNTAGS GmbH aus Dortmund.

Freitag, den 1.10.1999, gegen 8:00 Uhr:
Sechs ehemalige Kollegen betreten ein leeres Büro irgendwo in Dortmund. Sie finden sechs verschiedene Stühle und Schreibtische vor - eine Leihgabe des Büroausstatters. Wenige Minuten später treffen zwei Kollegen einer Schwestergesellschaft ein - mit weiteren Leihgaben: ein Ringleitungsverteiler, sieben PCs, ein Kopierer, ein Faxgerät, ein Telefon finden für die nächsten Wochen ein neues Zuhause.

Ein seltsames, ein wenig hilfloses Gefühl muss es sein, auf der berühmten grünen Wiese (in Informatikerkreisen als "C:>" bekannt) zu beginnen und mit einer Idee vor einer Handvoll jungfräulicher PCs zu sitzen mit dem Ziel, daraus ein Unternehmen entstehen zu lassen. Es werden PCs konfiguriert und Software gekauft und installiert, erste Schritte in Richtung Produkt-, Marketing- und Vertriebskonzept gewagt und eine Website gestaltet und programmiert.

Das waren die ersten Stunden der SYNTAGS GmbH, die an diesem Freitag von einer sechsköpfigen Mannschaft gegründet wurde, um ihre Vorstellung von innovativen Weblösungen mit Lotus Domino zu realisieren und zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen.
Mitte November folgt der erste kleine Meilenstein: der langersehnte Umzug in die neuen Gebäude innerhalb des Gewerbeparks. Das offene, leere Sechs-Mann-Büro - streng genommen Eine-Frau-und-fünf-Mann-Büro - mit einem Sammelsurium an Leihgaben wird gegen eine 200qm-Fläche im Eurosolarturm mit Konferenzraum, Terrasse und Teeküche eingetauscht, das einzige Telefon weicht einer Nebenstellenanlage, der Server-Desktop einem 19-Zoll-Schrank.

C:Gewerbepark
Zwei weitere Wochen, einige Liter Kaffee und viele viele Überstunden später, Anfang Dezember 1999, ist es Zeit für den ersten großen Meilenstein: die Arbeit des Teams trägt erste Früchte. Das Produkt "SYNTAGS DominoDiary" erblickt das Licht der Welt, SYNTAGS hat mittlerweile einen Namen, ein Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Produktunterlagen, eine "richtige" Adresse - eine gute Gelegenheit, die erste "dienstliche" Flasche Sekt zu köpfen.

Auf der Frühjahrskonferenz der DNUG 2000 in Kassel präsentiert sich SYNTAGS erstmals der Öffentlichkeit und erläutert im Rahmen eines Vortrags und auf ihrem Messestand, wie ihre Definition eines Web Content Management Systems als Standardprodukt aussieht, und zeigt bereits einen ersten Prototypen. Eine kostenlose Version von SYNTAGS DominoDiary wird unter den Teilnehmern verteilt und legt damit den Grundstein für eine Verbreitung des Namens im Markt. Eine dieser gut 200 verteilten Disketten wird später dafür sorgen, dass der drittgrößte Notes-Anwender Deutschlands auf SYNTAGS aufmerksam wird.

Doch das eigentliche Ziel der SYNTAGS, ein flexibles Web Content Management System für Lotus Domino als Standardprodukt, braucht noch etwas Arbeit: pünktlich zur CeBIT in Hannover im Februar 2000 präsentiert das nach wie vor sechs Personen starke Team als zweiten großen Meilenstein mit einem gewissen Stolz die Version 1.0 der "SYNTAGS ContentBase".

Seitdem ist gut ein weiteres Jahr vergangen. Die Produkte liegen nach einigen Minor-Releases mittlerweile in den Versionen 2.0 bzw. 1.3 vor und haben nicht zuletzt durch den vorhandenen Wettbewerb und den engen Kontakt zu Interessenten und Kunden in dieser Zeit viele Detailverbesserungen erfahren, die die Arbeit damit vereinfachen und Kundenwünsche berücksichtigen, ohne dabei dem Basiskonzept untreu zu werden. Auch der Weiterentwicklung der technischen Basis Lotus Domino wurde Rechnung getragen: während die Version 1.2 der SYNTAGS ContentBase, die nach wie vor angeboten wird, sowohl Umgebungen mit Domino 4.6 und R5 unterstützt, ist das neue Release, dass seit der diesjährigen CeBIT verfügbar ist, für die aktuelle Version R5 optimiert.

Überzeugungsarbeit leisten
Doch um wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, reichen Produkte allein nicht aus: Geld verdient man mit Kunden, nicht mit Produkten. Hier musste die SYNTAGS Erfahrungen sammeln, die so nicht geplant waren: Entscheidungsprozesse von über einem Jahr und die Scheu der Unternehmen, der erste Kunde zu sein, verlagerten die Einführung beim ersten Referenzkunden weiter nach hinten, als SYNTAGS sich das gewünscht hatte. Mit dem Sparkasseninformatikzentrum in Bonn (SIZ) hat SYNTAGS zusammen mit ihrem ersten Partner inform. Consult in Köln einen Kunden gefunden, der sehr früh auf die technischen Möglichkeiten der "SYNTAGS ContentBase" einer langen Referenzliste vorgezogen und seitdem viele Anregungen für die Weiterentwicklung beigesteuert hat. Wenige Tage später entschied sich die Cargolifter AG unabhängig davon ebenfalls aufgrund der Leistungsfähigkeit für SYNTAGS. Weitere Kunden folgten, darunter Unternehmen wie D-Trust GmbH und Bayer AG, die heute teils im Intranet, teils bei der Pflege ihres Internetauftritts oder auch in Extranets und Portalen die Produkte der SYNTAGS einsetzen.
Partnerstrategie
Um jedoch auch große und größte Projekte abwickeln zu können, ohne sich der Gefahr der "One-customer-company" auszuliefern, setzt SYNTAGS verstärkt auf Partner. Bereits sechs Lotus Business Partner genießen den Partnersupport und nutzen die SYNTAGS Produkte, um eigene Projekte bei ihren Kunden zu akquirieren - schließlich kann sich heute kaum ein Business Partner dem Thema Web entziehen, und die Konsequenzen einer kundenspezifischen Individuallösung haben die Kunden nicht erst beim Thema Y2K leidvoll erfahren müssen.

Nach nur eineinhalb Jahren ganz vorn im Markt mitzuspielen und inzwischen einen Namen als Web Content Management Spezialist für Lotus Domino zu haben, wertet das Team der SYNTAGS als vollen Erfolg. Es ist mittlerweile auf 17 Mitarbeiter (zzgl. Verwaltung) gewachsen und hat somit den Charakter eines Kleinstunternehmens sowohl in der Größe als auch in den Strukturen abgelegt. Damit sind genug Mitarbeiter verfügbar, um auch in Urlaubszeiten oder der "heißen Phase" eines Projekts immer einen Ansprechpartner zu finden, und die nach wie vor unbürokratischen Strukturen sorgen für eine höchstmögliche Effizienz.

Die Erfahrungen bestätigen, dass die Idee, das Team von Anfang an interdisziplinär zusammenzusetzen, richtig war: bereits unter den sechs Gründern wurden die Verantwortlichkeiten für Marketing, Vertrieb, Consulting, Dokumentation, Schulung und Entwicklung klar verteilt - wenn auch natürlich noch mit Überschneidungen hinsichtlich des Personals. Dabei war der Umstand, dass das Team bereits vorher zum Teil jahrelang zusammengearbeitet hat, sicherlich von Vorteil.
Heute befassen sich vier Mitarbeiter allein mit der Produktpflege und - Weiterentwicklung, ein Team von weiteren fünf Entwicklern übernimmt kundenspezifische Programmierung auf Basis der Produkte, drei zusätzliche Kollegen kümmern sich um Vertrieb und Partnerbetreuung, ergänzt um ein zweiköpfiges Design- und Marketingteam. Das operative und strategische Management übernehmen zwei Geschäftsführer. Diese klare Trennung garantiert, dass weder die Belange der Kunden und Partner in Hinsicht auf Betreuung und Weiterentwicklung noch der wirtschaftliche Erfolg zu kurz kommen.

IT und Ökologie
Von Anfang an wurde der Standortentscheidung der SYNTAGS eine größere Bedeutung beigemessen, als dies bei klassischen Neugründungen in der Regel der Fall ist. So fiel die Entscheidung schließlich auf Dortmund - allein mit UUNET, Materna, der Hochschule und dem Technologiezentrum eine der IT-Hochburgen Deutschlands. Wenige hundert Meter vom Westfalendamm entfernt ist mit dem Gewerbepark Defdahl eine innovative Büroumgebung entstanden, die besonders das Thema Ökologie in den Vordergrund stellt: im Innenausbau basierend auf wiederverwendbaren Modulen, ergänzt zukünftig eine Photovoltaikanlage auf den Flächen der Pyramide - dem "Eurosolarturm" - mit selbsterzeugtem Strom das umweltorientierte Gesamtbild. Zusammen mit einigen weiteren Niederlassungen namhafter IT-Dienstleister fand die SYNTAGS hier optimale Bedingungen für mitarbeiterorientiertes Arbeiten vor.

Auf eine besonders strenge Wahrung des Corporate Designs wacht mit Frau Scheiner eine Diplom-Designerin, die jeden Verstoss gegen Schriftarten, Farben, Formen und erst recht Schreibweisen ahndet. So fügt sich vom Firmenwagen bis zur Schreibtischlampe, vom Teppichboden bis zur Seife auf der Toilette alles harmonisch in die SYNTAGS-Farben weiß, grau/silber, schwarz und orange ein.

Eine besondere Geschichte verbirgt sich hinter dem schließlich nicht ganz selbsterklärenden Namen: zu den Basisanforderungen an den neuen Namen zählte das Team seinerseits die Verfügbarkeit der zugehörigen de-Domain: eine Bedingung, die die meisten Wunschnamen nicht erfüllen konnte. Erst einige Stunden und eine gute Flasche Rotwein später führte das erste konspirative Meeting der sechs Gründer zu einem Ergebnis: eben SYNTAGS als eine Mischung aus SYNergie, die die Kombination der unterschiedlichen Qualifikationen repräsentiert, und den TAGS, aus denen sich HTML-Seiten zusammensetzen. Der ausschließlichen Orientierung in Richtung Internet wurde somit bereits im Namen ein Rechnung getragen.

Insgesamt betrachtet spricht der Erfolg für das Nischenkonzept: Während sich das Produktsortiment mancher auch kleinerer Business Partner wie ein "Wir können alles" liest, hat sich SYNTAGS immer auf Web Content Management Lösungen für Lotus Domino konzentriert und wird sich nach eigenen Aussagen auch weiterhin darauf beschränken. Nur so lassen sich die hohe Qualität, die die Kunden erwarten und bisher gewohnt sind, und die hohe Reaktionsgeschwindigkeit, die im Markt der Weblösungen zwingend erforderlich ist, um den Vorsprung zu behalten, unter einen Hut bringen.

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